Ernährung im Kontext von Geschlechterverhältnissen: Analyse by Katarina Schritt

By Katarina Schritt

Ernährung wird in der Gesellschaft immer noch hauptsächlich als biologisches Phänomen wahrgenommen, obwohl soziokulturelle Faktoren eine maßgebliche Rolle dabei spielen, wie sich Menschen ernähren und warum sie dies so und nicht anders tun. In Politik und Wissenschaft wird gebetsmühlenartig propagiert, used to be als „gesunde" Ernährung gilt. Kulturelle und historische Gegebenheiten werden jedoch vernachlässigt. Katarina Schritt untersucht anhand des Doing Gender-Konzeptes die Bedeutung von Geschlecht in der Ernährung. Die Autorin analysiert das unterschiedliche Ernährungsverhalten von Männern und Frauen und fokussiert auf die Frage, wie durch soziale Praktiken Geschlechterverhältnisse hergestellt werden. Sie räumt grundlegend mit vermeintlichen biologischen Wahrheiten auf und bietet damit einen umfassenden Einblick in die gendersensible Ernährungssoziologie. Das Buch wendet sich an Ernährungs- und GeschlechterforscherInnen sowie an AkteurInnen in der Ernährungsberatung.

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Eine detaillierte Diskursanalyse des Feldes wäre sicherlich spannend. Es gibt bereits einige Analysen und Forschungen, die zumindest einen Teil des Feldes untersucht haben (siehe unter anderem Bayer u. a. 1999; Benterbusch 1997 und Lücke u. a. 2003). 16 Diskursstränge sind die „einzelnen thematisch einheitlichen Diskursverläufe“ (Jäger 2001: 97), in die sich ein Diskurs aufgliedert. 17 Die Voraussetzungen, im Ernährungsfeld Einfluss nehmen zu können, hängen mit den Worten Pierre Bourdieus vom Kapital ab.

Dabei geht es weniger um eine soziokulturelle Betrachtung des Ernährungsverhaltens, sondern vielmehr um die Frage nach bestimmten Mangelerscheinungen und übermäßiger Nährstoffzufuhr. Dabei spielt vor allem der Aspekt der gesundheitlichen Auswirkungen auf den Organismus eine Rolle. Wie bestimmtes Ernährungsverhalten zu begründen ist und welche Faktoren auf die Ernährung Einfluss nehmen wird dabei nicht weiter betrachtet. 3 befasst sich mit dem „Ernährungsverhalten in Deutschland. Daten der nationalen Verzehrsstudie II“.

Es lässt sich feststellen, dass das Ernährungsbewusstsein mit dem Alter steigt und mehr auf die Ernährung geachtet wird (vgl. Hayn u. a. 2005: 63). Als Gründe hierfür werden gesundheitliche Erfahrungen und der höhere Einfluss medizinischer Kontrolle genannt. Trotzdem wird bei alten Menschen immer wieder kritisiert, dass sie sich zu einseitig ernähren und ihre Ernährungsgewohnheiten nicht an den gesunkenen Energiebedarf angleichen (vgl. ). Der Ernährungsbericht schlüsselt viele seiner Daten nach Altersgruppen auf und zeigt so interessante Zusammenhänge zwischen dem Alter und dem Ernährungsverhalten auf.

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