Interaktionale Rezeptionsforschung: Theorie und Methode der by Prof. Dr. phil. Hans-Jürgen Bucher (auth.), Hans-Jürgen

By Prof. Dr. phil. Hans-Jürgen Bucher (auth.), Hans-Jürgen Bucher, Peter Schumacher (eds.)

Ziel des Bandes ist es, den Begriff der Interaktivität für die Rezeptionsforschung fruchtbar zu machen. Dementsprechend werden Befunde aus verschiedenen Blickaufzeichnungsstudien vorgestellt und in einen rezeptionstheoretischen Zusammenhang eingeordnet. Die Besonderheit des Ansatzes besteht darin, dass Rezeptionsdaten auf die spezifischen Strukturmerkmale der Medienangebote rückbezogen werden. Medienkommunikation wird im Rahmen eines interaktionalen Paradigmas als multimodales Kommunikationsangebot verstanden, dessen Rezeption darin besteht, textliche, sprachliche, auditive, visuelle, typographische und designerische Zeichensysteme zu integrieren. Rezeption ist auf diesem Hintergrund immer mit Selektionsprozessen und Relevanzentscheidungen der Rezipienten verbunden. Diese Aspekte der Aufmerksamkeitsorganisation werden in den Blickdaten manifest.

Show description

Read or Download Interaktionale Rezeptionsforschung: Theorie und Methode der Blickaufzeichnung in der Medienforschung PDF

Best german_14 books

Fernsehen und Angstbewältigung: Zur Typologie des Zuschauerverhaltens

Die elektronischen Massenmedien können heutzutage nahezu jedes Ereignis in kürzester Zeit von jedem Ort der Welt in die Wohnzimmer der Menschen bringen. Wie werden die Rezipienten mit dieser Informationsflut fertig? Wie ist das Phänomen erklärbar, daß eine große Zahl von Fernsehkonsumenten klischeehaften und stereotypen Unterhaltungsformen den Vorzug gibt?

FotoWare Color Factory: System installieren – Funktionen optimal nutzen

Kostensenkung durch Automatisierung ist ein wichtiges Thema in allen bildverarbeitenden Unternehmen und Reproabteilungen. colour manufacturing unit von FotoWare ist ein Programm, das auf diesem Gebiet Enormes zu leisten vermag. Knackpunkt ist eine effiziente Konfiguration der software program. Dieses Buch soll dem Anwender helfen, seine Konfiguration zu optimieren und Denkanstöße für Lösungen bieten.

Public Relations und Legitimität: Der Beitrag des organisationalen Neo-Institutionalismus für die PR-Forschung

Organisationen aller paintings stehen durch die öffentliche Beobachtung – z. B. durch Medien, Politik oder gesellschaftliche Gruppen – immer stärker unter einem Zwang, ihre Aktivitäten zu rechtfertigen. Sie reagieren darauf häufig mit Public family members (PR), die dadurch stark an Bedeutung gewinnt. Doch wie lässt sich dieser Zugewinn an Geltung erklären?

Markenaudit für Kulturinstitutionen: Ganzheitliches Tool zur Analyse und Professionalisierung der Markenführung im Kultursektor

​Marken sind ein effektives, aber immer noch mit Argwohn beäugtes und häufig unprofessionell umgesetztes Konzept im Kulturbereich. Ein „Markenaudit für Kulturinstitutionen“ kann dazu beitragen, die Professionalität der Markenführung von Kulturinstitutionen nachhaltig zu verbessern und dadurch auf dem Besuchermarkt erfolgreicher zu sein.

Extra info for Interaktionale Rezeptionsforschung: Theorie und Methode der Blickaufzeichnung in der Medienforschung

Sample text

Das Konzept einer interaktionalen Rezeptionstheorie soll darauf eine Antwort geben. Man kann die Frage, ob das Verständnis, die Interpretation vom rezipierten Gegenstand gesteuert wird oder von den kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten der Person, die das Objekt rezipiert, bis auf die Kontroverse zwischen den Sensualisten oder Realisten auf der einen Seite und den Idealisten oder Rationalisten auf der anderen Seite zurückführen, wie sie seit dem 18. Jahrhundert geführt wird. Während die Sensualisten den Sinneseindrücken und den sie hervorrufenden Realien den Vorrang einräumten – nihil es in intellectu, quod non fuerit in sensu –, betonten die Idealisten oder Rationalisten die Relevanz einordnender Kategorien wie Raum und Zeit, ohne die Sinneseindrücke gar nicht bewusst werden könnten.

Bucher, Hans-Jürgen/Barth, Christof (1998): Rezeptionsmuster der Online-Kommunikation. Empirische Studie zur Nutzung der Internetangebote von Rundfunkanstalten und Zeitungen.  517 – 523. Butsch, Richard (2008): The Citizen Audience. A History of Crowds, Publics, and Individuals. New York, London: Routledge. Charlton, Michael (1997): Rezeptionsforschung als Aufgabe einer interdisziplinären Medienwissenschaft. In: Charlton, Michael/Schneider, Silvia. ): Rezeptionsforschung. Theorien und Untersuchungen zum Umgang mit Massenmedien.

Frankfurt: Suhrkamp. Baldauf, Heike (2001): Strukturen und Formen des fernsehbegleitenden Sprechens. ): Der sprechende Zuschauer. Wie wir uns Fernsehen kommunikativ aneignen.  81 – 82. 46 Hans-Jürgen Bucher Barbatsis, Gretchen (2005): Reception Theory. ): Handbook of Visual Communication. Theory, Methods, and Media.  271 – 293. Bilandzic, Helena (2004): Synchrone Programmauswahl. Der Einfluss formaler und inhaltlicher Merkmale der Fernsehbotschaft auf die Fernsehnutzung. München. Bonfadelli, Heinz (2004): Medienwirkungsforschung I.

Download PDF sample

Rated 4.23 of 5 – based on 9 votes

Related posts