Literatursoziologie: Eine Einführung in zentrale Positionen by Andreas Dörner

By Andreas Dörner

Die literatursoziologische Diskussion hat in den letzten Jahren wichtige Impulse erhalten. Diese kommen sowohl aus der Literaturwissenschaft als auch aus den Sozialwissenschaften, wo neue Ansätze (Systemtheorie, Bourdieus Kultursoziologie, Cultural reviews u.v.m.) neue Zugangsweisen zur Literatur eröffnen. Die Autoren stellen die Vielfalt dieser Entwicklungen vor dem Hintergrund der „klassischen“ literatursoziologischen Paradigmen leicht verständlich dar und diskutieren sie kritisch. Neben den Theorien zur Soziologie von Produktion, textual content, Rezeption und literarischem Feld wird das challenge der literarischen Wertung beleuchtet. Eine ausführliche Fallanalyse führt vor, wie die Ansätze konkret angewendet werden können.

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Literatursoziologie: Eine Einführung in zentrale Positionen - von Marx bis Bourdieu, von der Systemtheorie bis zu den British Cultural Studies

Die literatursoziologische Diskussion hat in den letzten Jahren wichtige Impulse erhalten. Diese kommen sowohl aus der Literaturwissenschaft als auch aus den Sozialwissenschaften, wo neue Ansätze (Systemtheorie, Bourdieus Kultursoziologie, Cultural reports u. v. m. ) neue Zugangsweisen zur Literatur eröffnen.

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In einem Moment der Unbeherrschtheit verführt er jedoch die junge Tochter der Dame, eine Schönheit, deren Gesicht nun jedoch durch eine Blatternkrankheit entstellt ist. Auf Betreiben der Mutter wird Schach durch den preußischen König – der Roman spielt im Jahr 1806 – genötigt, die Tochter zu heiraten. Nach der unglücklichen Eheschließung nimmt sich der Offizier das Leben, weil er den Spott seiner Kameraden fürchtet. Der Roman konfrontiert in langen Dialogpassagen die adeligen und bürgerlichen Begriffe von Ehre, Staat und Religiosität miteinander.

In überspitzter Form stellt dies P. F. Boost dar in einer kleinen Schrift, die unter dem Titel „Über die National-Ehre der Deutschen“ (1812) eine kulturelle Bilanz von Soll und Haben aufstellt – in einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Eliten Deutschlands angesichts der übermächtigen Expansionspolitik Napoleons I. um so etwas wie nationale Identität ringen. Eine einheitliche „Nationalliteratur“, so Boost, gibt es nicht: Deutschland hat demnach wohl Dichter genug für Gebildete und Pöbel, für Catholiken und Protestanten, Deisten und Naturalisten; Dichter für Bauersleute, Handwerks- und Universitäts-Bursche, für Soldaten und Adeliche, für Freymaurer und Klubisten; Dichter für Schwaben, Oestreicher und Sachsen, für Franzosen sogar, Engländer und Lateiner, aber keinen Dichter der Deutschen.

Zima hat mittlerweile ein großes Oeuvre von teils theoretisch, teils analytisch ausgerichteten Arbeiten vorgelegt.  a. Zima 1978, 1980, 1986, 1989, 2001 und 2008. Ein vielfältiger Blick auf die Arbeiten Zimas und deren Weiterführung findet sich in der Festschrift mit dem Titel „Das Subjekt in Literatur und Kunst“ (Bartoli-Kucher und Pappler 2011). 1 Textsoziologie, Soziolekt und Konfigurationsanalyse 43 An zwei kurzen Beispielen wollen wir zunächst kurz erläutern, was mit dem Konzept des Soziolekts gemeint ist.

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