Über die Rechtfertigung wirtschaftlichen Handelns: by Lisa Knoll

By Lisa Knoll

Der CO2-Handel stellt seit 2005 ein Entscheidungsproblem für viele europäische Unternehmen dar. Lisa Knoll zeigt, wie voraussetzungsvoll ein wirtschaftlich sinnvoller Umgang mit handelbaren Emissionsrechten ist. Anhand von Gruppendiskussionen in zwei kommunalen Energieversorgungsunternehmen belegt sie die Mehrdeutigkeit und Verhandelbarkeit wirtschaftlicher Rationalität und rückt die theoretischen Begriffe Legitimation und Rechtfertigung ins Zentrum. Die empirischen Beobachtungen nutzt die Autorin, um eine Mikrofundierung des soziologischen Neoinstitutionalismus durch die économie des conventions vorzuschlagen.

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Diese institutionellen Logiken sind wie bei Meyer und Rowan (1977) auf einer gesellschaftlichen Ebene angesiedelt und nicht auf der Ebene des Feldes selbst (dazu Friedland & Alford 1991: 244; Thornton & Ocasio 2008: 119). Ich werde später auf den Vorschlag von Friedland und Alford zurückkommen, die die Gesellschaft als „inter-institutional system“ verstehen und ähnlich wie Boltanski und Thévenot verschiedene dieser „contradictory logics“ im Einzelnen vorstellen (Alford & Friedland 1985; Friedland & Alford 1991).

Goffman weist darauf hin, dass Menschen in sozialen Situationen „impression management“ betreiben und in Gesprächen eine Rolle aufrecht halten (Goffman 1959). Sie setzen „face-saving actions“ oder „practices“ (Goffman 1967: 13) ein, um die Form zu wahren oder sich in eine Situation einzufügen. Auf die Organisationssoziologie übertragen bedeutet dies, dass Konflikte und Inkonsistenzen zwischen der Formalstruktur und den alltäglichen betrieblichen Abläufe bearbeitet werden, indem sie nicht angesprochen, ignoriert, diskret behandelt oder aktiv ausgesessen werden (Meyer & Rowan 1977: 358).

Stadtwerken wird im Hinblick auf die Modernisierung der Energieversorgung eine besondere Rolle zugeschrieben. Stadtwerke erscheinen über ihre kommunale und regionale Verbundenheit als ideale Infrastruktur für eine dezentrale und verantwortliche Energieversorgung (Matthes 2005; Beeke-Lentzen 2007; Jansen, Barnekow & Stoll 2007). Bleicher weist darauf hin, dass das „Nahkraftwerksmodell“ der Stadtwerke seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts das Anthropogener Klimawandel 39 Gegenmodell zum stark institutionalisierten und nach wie vor dominanten „Großkraftwerksmodell“ repräsentiert (Bleicher 2006: 84).

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