Vorträge der Bibliothek Warburg: II. Vorträge 1922–1923 / I. by Ernst Cassirer (auth.), Fritz Saxl (eds.)

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Reitzenstein 1) Wenn ich Ihren Blick heute auf einen der größten Theologen aller Zeiten, Augustin, lenken mächte, so muß ich zunächst vorausschicken, daß ich ni c h t den Theologen, sondern den Me n sc h e n ins Auge fassen möchte; seine Lehren, die Entwicklung, die er dem christlichen Dogma gegeben hat, sollen uns dabei weniger kümmern. Gewiß, jene Lehren sind wichtig genug. Mehr als alles politische Geschehen haben sie dazu beigetragen, den griechischen Osten von dem römischen Westen loszureißen; daß wir ein abendländisches Christentum im Gegensatz zu dem morgenländischen haben, und daß, während dieses allmählich erstarrte und verknöcherte, sich in jenem ein reiches neues Leben entwickelte, ist hauptsächlich ihre Wirkung.

Und alle die Antwort geben: nur durch das Suchen der Wahrheit, durch die Abkehr von allem äußeren Besitz und Erfolg und den Frieden der Seele, der in der Erkenntnis liegt. Augustin beschEeßt, hingerissen, sein ganzes Leben dem Streben nach ihr zu widmen. Er beschreibt seinen Zustand später: ,,0 Wahrheit, Wahrheit, wie seufzte nach dir meine Seele bis in das innerste Mark I" und versichert, daß er dur c h Ci cer 0 damals beinahe C h r ist 4) geworden sei. Das ist, so seltsam es uns scheint, damals in der Tat die typische Entwicklung gerade der Besten des Abendlandes.

Das Griechentum selbst wirkt daneben auch auf die, welche es kennen, nur wenig. Der erste römische Verteidiger des Christentums, Minucius Felix, liest Plato noch selbst, aber sein Denken wurzelt in Cicero, in ihm lebt er; der gewaltige Kirchenfürst Ambrosius, der die Stellung 4) Das heißt innerlich; äußerlich ist er der Kirche ja schon angegliedert. Cicero. Philosophie und Relz'gio1t 33 der großen Päpste des Mittelalters für sich vorausnimmt, will für seine Kleriker eine Ethik schreiben; da nimmt er sich Ciceros Buch über die Pflichten, fügt zu jeder Vorschrift die Bibelstellen bei, die dasselbe lehren, und bemerkt nur ab und an, der oder jener Abschnitt gelte für Christen nicht.

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