Zur Rolle des Vorwissens beim Verstehen literarischer Texte: by Ricarda Freudenberg

By Ricarda Freudenberg

Ricarda Freudenberg untersucht Abiturklausuren in Hinblick auf die Qualität der Wissensanwendung zur Erschließung und zum Vergleich zweier Sonette von Hoffmannswaldau und Brecht. Dabei stehen diese Fragen im Mittelpunkt: Welches Vorwissen warfare beim Verstehen hilfreich? Worauf sind Probleme beim Textverstehen zurückzuführen? Wie kann Literaturunterricht dazu beitragen, dass SchülerInnen maximalen Gewinn aus den in der Kursstufe erworbenen Wissensbeständen für das Verstehen literarischer Texte beziehen? Die Autorin klärt, ob die SchülerInnen im Deutschunterricht der Sekundarstufe zu kompetenten LeserInnen literarischer Werke ausgebildet worden sind, und zieht Konsequenzen für die Lernsituation, die Textauswahl, die Aufgabenstellung und den Erwartungshorizont.

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62 Um tatsächlich Hypothesen darüber formulieren zu können, „was jemand, der einen Text verfasst hat, seinen Lesern vermutlich (…) hat zu verstehen geben wollen“63 – und nicht de facto! –, und um ausloten zu können, welche Bedeutungszuschreibungen „die Elemente des Werkes ›im besten Licht‹ – d. h. als in möglichst sinnvoller Weise arrangiert – erscheinen lassen“64, bedarf es mannigfaltiger Kontextinformationen und der Fähigkeit zur Entscheidung darüber, welche von ihnen Relevanz besitzen und welche nicht.

Mit der Rede vom kulturellen Gedächtnis wird neben der Betonung des Einblicks in den historischen Kontext der Werkentstehung das Augenmerk auf den Rezeptionskontext gelenkt. “ (S. 5). 32 sicht in die Historizität von Texten gehört die Bewusstheit der historischen Bedingtheit des eigenen Verstehens gleichermaßen dazu. Um Anteil am gesellschaftlichen Diskurs zu haben – eine Formulierung, die an das PISA-Konzept von der kulturellen Teilhabe erinnert –, muss der Schüler nicht allein Wissen über den Entstehungskontext gewinnen, sondern sich auch seines eigenen Standpunktes versichern.

Sie muss der Tatsache gewahr werden, dass sie es bei einem Text mit einer sprachlichen Äußerung in einem historisch bedingten und sich stets verändernden Sprachsystem zu tun hat, zu dessen Modifikation diese im selben Moment beiträgt. Die Rede ist gleichwohl nicht als Repräsentantin dieses Sprachsystems zu deuten, sondern als je individueller Ausdruck eines Sprechers. Demnach wohnen ihr beide Momente inne: das Universelle und das Singuläre. Die Interpretation vermag das 62 Tilmann Köppe, Simone Winko 2007, S.

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